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Herzliche Einladung zum

nächsten Treffen:

am 23. März 2019 um 9Uhr

"Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein..." 

Theologische Gedanken, Bilder

und Geschichten zu Engeln"

 

Referentin: Pfarrerin Barbara Fischer

 

 

Nun ein Rückblick auf den 17. November 2018

mit Frau Astrid Penner:

"Ich höre was, was du nicht sagst" 

Der Morgen begann nach der Begrüßung und einem Tischgebet mit einem köstlichen Frühstück und die anwesenden sechzig Frauen unterhielten sich angeregt an den Tischen.

 

Unterbrochen wurde es jäh von hereinstürzenden Frauen, die mit ihren Koffern vermeintlich ab Paderborn Lippstadt in den Urlaub starten wollten. Ein lustiger Dialog in dem es ständig zu Missverständnissen wegen der Wortwahl kam, ermöglichte Frau Penner einen guten Einstieg in den Tag.

Sie stellte sich entspannt den anwesenden Frauen vor und neben schnellen Autos, Spaziergängen in der Natur, Freude an ihrer Arbeit bei Siemens, ihrer Vorliebe für Cappuccino erzählte sie, dass es ihr immer wieder große Freude bereitet, Menschen zu motivieren. Mit 31 Jahren habe sie zu Gott gefunden und ihre These ist, dass Menschen- und sie selber - sich ihr ganzes Leben lang verändern können, wenn sie es wollen. In Büchern, so berichtete sie, habe sie zum Nachdenken gefunden, zum achtsam reden und der Erkenntnis, dass in der Stille ihre Kraft liegt. "Gott liebt mich, so wie ich bin, er lässt mich so, schenkt mir aber auch die Kraft mich zu verändern."

 

Leider hören wir nicht immer, was andere sagen, wir können es aber lernen. Wenn wir noch so genau zuhören: bei unterschiedlichen Zuhörer/innen kommt  immer Unterschiedliches an.

Der Sohn beobachtet seine Mutter beim Autofahren und stellt fest:" Kommentierst du eigentlich alles, was du tust und siehst?" - der Mutter fällt erst dann auf, dass sie alles erklärt, was sie macht. -Kinder weisen uns also zum Glück auf unsere Eigenheiten hin.

Wir haben, schauen wir genau hin, z w e i Ohren und e i n e n  Mund...das bedeutet, dass wir mehr hören als reden sollten. 

 

In Psalm 34, Vers 12 steht: Kommt her, ihr jungen Leute und h ö r t mir zu. Wer will sich am Leben freuen und gute Tage erleben? Dann achtet auf das, was ihr sagt: Keine Lüge, kein gemeines Wort soll über eure Lippen kommen. Wendet euch ab von allem Bösen und tut Gutes! Setzt euch unermüdlich und mit ganzer Kraft für den Frieden ein!

 

- dabei fällt es uns oft so leicht, über Andere zu reden.

Das Zuhören kann man besonders bei dem Kinderspiel:- Ich sehe was, was du nicht siehst-, üben.  Man muss beim Erklären ganz genau hinhören, was die andere meint. Es erfreut Diejenige, die fragt ungemein, wenn die Ratende daneben tippt. Wie groß ist der Erfolg, wenn man es dann endlich erraten hat, wie freut man sich, zu erraten, was die Andere meint.

 

In Jakobus 1,19 steht: Macht euch dieses klar...jede und jeder von euch sei schnell zum Zuhören bereit, zögere jedoch mit dem Reden und dem Zürnen.

Sprache ist die Quelle für Gutes und Schlechtes, nur Menschen können sprechen und verstehen. Unsere Wortwahl beim Gespräch, beim Übermitteln einer Tatsache, bestimmt, was die Andere hört. Gott spricht auch zu uns, er will uns erreichen durch die Bibel. Wir sollten ihm beim lesen "zuhören", denn er meint uns.

 

Wenn ich aber höre, was du nicht sagst, dann liegt es definitiv an mir, was bedeutet, dass ich es auch ändern kann. Ich kann andere nicht ändern, aber m i c h.

Ich muss es aber wollen. Wenn ich die Worte lese:

Sonnenschein

Apfelbaum

Besonnen

Telefon

schnell

Partnerschaft

Anstrengend

Achtsam

Beziehung

Dankeschön

Meeresbrise

- was assoziiere ich damit?  

-Löst das Wort Telefon bei mir die Erinnerung an die Arbeit aus, oder denke ich an das letzte Gespräch mit einer Freundin, die mir so gut tut?

-Denke ich beim Wort Sonnenschein an den letzten Urlaub, oder an die Gelegenheit schnell noch das letzte Laub im Garten zusammen zu harken:

 

Worte lösen Gefühle in uns aus und jedes Wort wirkt auf Jede anders.

 

Die Sprache ist das Erste, was ein Baby im Mutterleib hört. Diese Stimme ist und bleibt etwas Besonderes. Die Mutter spricht mit dem Ungeborenen gefühlvoll, leise, anders, als mit jedem anderen Menschen. Es ist die ehrlichste Sprache, die wir kennen, zugewandt und wertschätzend. 

Über die Freundin, die lange nicht da war, die pünktlich kommt und gut drauf ist, freut frau sich von Herzen und heißt sie herzlich willkommen. Die freudige Erwartung macht es einfach gut, miteinander zu sprechen. Kommt diese Freundin aber ungebeten, stört sie eventuell, ist es anstrengend. Frau bittet sie rein- das Gespräch verläuft aber vermutlich ganz anders. Frau ist in der Klemme. Schickt sie sie weg, bitte ich sie rein, oder was macht sie?

Zunächst verlaufen Gespräche unter Frauen oft sehr schön, dann kommen oft "Glatteisstellen"...über den Beruf..über den Mann...über den neuen Pfarrer...über die Kinder...da ist frau ab und zu anderer Meinung. Manche denkt. mein Maßstab trifft zu, er ist zwar individuell, aber mein Maßstab ist gut, vertrau, er zählt. 

Zwei Frauen sitzen im Garten:"Aus deinem Garten könnte man aber echt etwas machen!" 

-was ist das, ein versteckter Vorwurf? In Kindererziehung ist es nicht anders. Kommen die Mütter in die Schule, vergleichen sie ihre Kinder in Fähigkeiten und Leistung. - und unterstützt frau ihr Kind nicht richtig, so hat sie die Dinge nicht im Griff. 

 

"Stell dich nicht so an."- dieser Satz trifft unsere wunden Punkte im Leben. Wir kennen unsere wunden Stellen alle, aber nicht die der Anderen. Welche wunden Punkte bringen mich aus dem Tritt? Welche Unterschiede bringen uns zur "Funkstille"?

Fest steht: wir haben etwas zu sagen, Missverständnisse sind überall möglich. Dann hilft vielleicht ein kleines Gebet: Gott ich habe alles gut gemacht, aber in ein paar Minuten werde ich deine Hilfe brauchen,"

 

Philipper4,6 steht :"Lasst euch nicht von Sorgen bestimmen, bringt vielmehr in jeder Lage eure Anliegen in Gebet und Bitte vor Gott, immer begleitet von Danksagung. Und Gottes Friede, der höher ist, als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Gedanken in der Gemeinschaft mit Jesus Christus.

 

Verlassen wir die eigene Sicht und sehen ein Gespräch aus einer anderen Perspektive, so ändert das unter Umständen alles:

Die Schwestern  kommt zu Besuch und ein angeregter Austausch beginnt. Es wird ein aus ihrer Sicht- sehr schöner Abend. Es wird viel gelacht und erzählt. Als alle weg sind, wird der Ehemann gefragt, ob dies nicht ein wunderbarer Abend gewesen wäre. Der antwortet aber: " Ihr habt euch nicht unterhalten...zu einem Gespräch gehört es auch zuzuhören, der anderen Fragen zu stellen- und bei euch wollte jede nur etwas´los werden`. "- Das war für die Frau, die den schönen Abend erlebt hatte, schwer zu ertragen. Je mehr sie aber darüber nachdachte, umso mehr musste sie ihm Recht geben. Die Schwestern sahen sich als Konkurrentinnen, es wurde über Erfolg und Anschaffungen gesprochen. Jede hatte ihre Rolle- nur nicht auf Augenhöhe.  Ein daraufhin besuchtes "Schwesternseminar" bewirkte, dass jede fortan zehn (lange) Minuten bekommt, um zunächst über sich zu erzählen, ohne die Zuhörerinnen nach ihrer Meinung zu fragen.

Es ist nicht leicht die Werte des Gesprächspartners immer so stehen zu lassen. Wir müssen respektieren, dass unsere Maßstäbe unterschiedlich sind. Nicht wer viel sagt, hat automatisch Recht. Wir müssen lernen uns im Austausch wertzuschätzen ohne zu bewerten. Unser oft vorhandenes Schubladendenken, in dem sich oben die befinden, die Erfolg haben, danach Freunde und Kollegen, und unten alle die, die etwas falsch machen, ist nicht gewollt. 

Matthäus 7,14:  Denn wenn ihr Menschen, die an euch schuldig geworden sind, vergebt, wird euch Gott, Vater und Mutter im Himmel, auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, wird Gott euch auch nicht vergeben, wenn ihr schuldig geworden seid.

Gott werden wir nicht verstehen, aber er kennt uns. Er hat sich etwas dabei gedacht, uns zu schaffen. Aber meine Gesprächspartnerin ist auch wunderbar geschaffen.  - Würde ich sie anders machen?- Wie mich???- Gut, dass das nicht von uns abhängt. 

Gott liebt mich und auch meine Mitmenschen- es gibt keinen Unterschied.

 

Gott rät uns in Römer4,2-3 : Schwimmt nicht mit dem Strom, sondern macht euch von den Strukturen dieser Zeit frei, indem ihr euer Denken erneuert. So wird deutlich, was Gott will: das Gute, das, was Gott Freude macht, das Vollkommene. Erfüllt von der Zuneigung Gottes, die mir geschenkt wurde, sage ich nun Jeder und jedem von euch: Überfordert euch nicht mit dem, wofür ihr euch einsetzt, achtet auf eure Grenzen bei dem, was ihr vorhabt. Denn Gott hat jeder und jedem ein bestimmtes Maß an Kraft zugeteilt, Vertrauen zu leben.

 

Wir haben Kraft und unterschiedliche Gaben. Miteinander reden und austauschen macht uns angenehm und wertvoll. Und - frau kann auch zuhören.

Frau Penner schloss mit Worten aus dem Psalm 34,14 : Bewahre deine Zunge vor Bösem, deine Lippen vor falschen Worten. Weiche dem Bösen aus und handle gut, suche Frieden und gehe ihm nach.

 

 

 

Wir danken Frau Astrid Penner für den gelungenen Vormittag mit vielen Impulsen für einen gelungenen Alltag und Frau Judith Gröne für die musikalische Begleitung  recht herzlich und wünschen beiden weiter Gottes reichen Segen!

 

Ps. Dies ist meine persönliche Zusammenfassung. Wie der Vortrag aber sehr deutlich ´gemacht hat ...jeder hört etwas anderes. Sollte meine Zusammenfassung nicht Ihrem Gehörten entsprechen, bitte ich um Entschuldigung und gegebenenfalls um Korrekturvorschläge!

Ihre Marie-Luise Marufke

 

(Die zitierten Bibelstellen sind aus der Bibelübersetzung: Bibel in gerechter Sprache)

 

Das Frauenfrühstück findet zwei Mal im Jahr- Samstags von 9- 11.30Uhr im Gemeindehaus der Bartholomäuskirche, Kirchweg 10, 33647 Bielefeld statt.

Bitte melden Sie sich im Gemeindebüro oder bei einer der unten stehenden Mitarbeiterinnen an.

Informationen über das nächste Treffen stehen in der Terminübersicht.

Kontaktpersonen sind:
Frau Spruch, Tel. 0521/95968060
Frau Marufke, Tel. 0521/410143 

 

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